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GoPro Karma – Mehr als nur eine Drohe

GoPro Karma – Mehr als nur eine Drohe

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Die Action-Cam-Profis von GoPro haben auf der Photokino offiziell ihre erste Drohne vorgestellt.

Hinter dem Namen Karma verbirgt sich allerdings nicht nur ein Quadcopter, sondern ein komplettes System. Die Drohne wird in einem praktischen Rucksack geliefert, der außerdem die Fernsteuerung, Kamerahalterung, Akku, Ladegerät, Propeller und weiteres Zubehör für die Drohe beinhaltet, sowie einen Handgriff und Gimbal. Dieser kann eine Kamera (HERO5 Black, HERO5 Session, HERO4 Black) in drei Achsen stabilisiert und ist so intelligent konstruiert, dass er sich sich abschaltet wenn keine Bewegung registriert wird oder der Widerstand zu hoch ist und die Gefahr besteht, dass die angesteuerten Motoren schaden nehmen könnten. Kommt z.B. die HERO5 Black-Kamera zum Einsatz, wird diese und der Gimbal direkt von der Drohne über eine USB-Typ-C-Schnittstelle versorgt. Der Gimbal kann aber auch mit den Handgriff, dem so genannten Grip und dank dem integrierten GoPro-Mount, ganz autonom genutzt werden, z.B. vorne an einem der Tragegurte des Rucksacks.

GoPro Karma Drohne
Foto: GoPro

Die Motorarme der Drohe können eingeklappt werden und ermöglichen somit einen platzsparenden Transport. Das Design der spritzwassergeschützten Fernsteuerung erinnert sofort an den eines Gaming-Controllers. Durch das berührungsempfindliches 5-Zoll-Display, mit einem Gewicht von ca. 625g, wird kein zusätzliches Smartphone benötigt. Auch in einer sehr hellen Umgebung, lässt sich der Bildschirm gut ablesen. Außerdem kann man bis zu drei Leute als „Passagier“ einladen, die dann das Live-Video der Drohne mit ihrem Smartphone oder Tablet verfolgen können. Die App „GoPro Passenger“ erlaubt sogar die Steuerung der Kamera, während der Pilot sich ausschließlich auf das Fliegen konzentriert.

Die Drohne kann maximal 20 Minuten in der Luft bleiben, ist bis zu 56 km/h schnell, übersteht Windgeschwindigkeiten von bis zu 35 km/h und kann sich vom Piloten ca. 1Km entfernen, bevor dieser mit der Steuerung keinen Einfluß mehr hat. Die maximale Flughöhe soll bei 4.500 Meter liegen.

Da einem viele Funktionen abgenommen werden, wie z.B. das Abheben, Landen oder das Zurückkehren bei einem kritischen Akkustand, ist das fliegen der Karma wirklich kinderleicht. Natürlich besitzt die Drohne auch teilautomatisierte Flugfunktionen, wie das umkreisen von einem gewählten Punkt (Orbit), sowie dem nachfliegen von einem bestimmten Pfad (Cable Cam) oder die Geschwindigkeitsregelung beim manuellen Fliegen. Eine gute Hilfe ist die interaktive Anleitung und mit dem integrierten Flugsimulator kann sich auch ein sehr ungeübte Drohnen-Pilot mit der Karma vertraut machen, ohne dabei das neu erstandene Fluggerät sofort in Gefahr zu bringen.

 

Die GoPro Karma hat bei mir einen wirklich guten Eindruck hinterlassen. Das ganze Karma-System scheint recht robust zu sein und falls es doch einmal zu einem Schaden kommt, kann dieser Dank der gute Ersatzteilversorgung durch GoPro, schnell und einfach selbst repariert werden. Ein großer Pluspunkt gegenüber der Konkurrenz aus dem Hause DJI. Möchte man an der Drohne nicht selber herumschrauben oder sollte der Schadensfall zu groß sein, kann man auch den kostenpflichtigen Protectionplan (GoPro Care) in Anspruch nehmen. Die Drohne kann dann im Falle eines Totalschadens, bis zu zwei mal im Jahr gegen eine neue ausgetauscht werden.

Die Drohne alleine kostet 869 Euro. Im Paket mit dem neuen Spitzenmodell, der GoPro HERO5 Black, liegt der Preis bei 1199 Euro. Erhältlich ab Ende Oktober 2016.

Der New Yorker und VBlogger Casey Neistat hatte schon vor einigen Tagen die Gelegenheit, ein Vorserienmodell der GoPro Karma, auf seine ganz spezielle Art zu testen.

 

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